Mit ERASMUS+ nach Räpina
Mit ERASMUS+ nach Räpina
Am Montag, den 13. April 2026, war es endlich so weit: Vier Schülerinnen und zwei Lehrerinnen machten sich im Rahmen des ERASMUS+ Programms auf den Weg nach Estland, um in der südöstlich gelegenen Stadt Räpina im Kreis Pölva ein zweiwöchiges Praktikum zu absolvieren.
Die Reisegruppe
Zu den Schülerinnen gehörten Alona Mikheieva (Klasse BRJ25), Yasmin Khaire und Hananeh Ghorbani (Klasse BEA25) sowie Valeria Stumpf (Klasse BEB25). Begleitet wurden sie von den Lehrerinnen Ingrid Karin Virkus Hoek und Marika Vogt.
Die Anreise
Bereits um 5:00 Uhr traf sich die Gruppe am Bahnhof in Buxtehude, von wo aus es mit einem Kleinbus zum Flughafen Hamburg ging. Der Flug startete um 8:50 Uhr mit Air Baltic in Richtung Riga, der Hauptstadt Lettlands. Dort wurden sie bereits vom Schulbus aus Räpina erwartet, der sie weiter zum Zielort brachte. Gegen 18:00 Uhr erreichten sie schließlich Räpina, wo sie von Katrin Kivistik empfangen wurden. Sie zeigte ihnen das Wohnheim, übergab die Zimmerschlüssel sowie Bettwäsche und Handtücher und stellte das Programm für die kommenden zwei Wochen vor.
Praxisnahes Lernen in Räpina
Am ersten Tag in der Schule führte Katrin Kivistik die Gruppe durch das Gebäude. Anschließend nahmen sie am Floristikunterricht unter der Leitung von Indrek Peil teil. Gemeinsam mit einer Berufsvorbereitungsklasse wurden Leberblümchen, Blätter und Zweige gesammelt und daraus Gestecke für den Speiseraum gestaltet. Nach dem Mittagessen in der schuleigenen Kantine arbeiteten die Schülerinnen im Garten, wo Heidelbeersträucher ausgelichtet wurden.
Im Laufe der zwei Wochen sammelten die Teilnehmerinnen vielfältige praktische Erfahrungen: Sie nahmen an einem Workshop im Handarbeitsbereich teil, bei dem unter Anleitung von Ulve Kangro Gürtel in einer besonderen Technik gefertigt wurden. Im GaLaBau-Unterricht gestalteten sie einen Teich mit Steinen und lernten das Schneiden von Obstbäumen. Zudem arbeiteten sie im Bereich Pflasterbau und pflegten den Park der Schule.
Kulturelle Einblicke
Neben der praktischen Arbeit standen auch kulturelle Exkursionen auf dem Programm. Die Gruppe besuchte das Estnische Nationalmuseum in Tartu und erhielt spannende Einblicke in Geschichte und Kultur des Landes. Ein Besuch im Mineralwasser-Spa Värska bot Gelegenheit zur Entspannung. Besonders beeindruckend war die Besichtigung der Papierfabrik von Räpina, wo die Schülerinnen den Recyclingprozess von Papier kennenlernen konnten.
Ein Höhepunkt war das Treffen mit dem Schülervorstand der Schule. Es wurde gemeinsam gegessen, musiziert und getanzt, wodurch ein intensiver kultureller Austausch entstand. Zudem besuchte die Gruppe das Kreativhaus und das Museum von Räpina, wo sie Einblicke in lokale Handwerkskunst und die Geschichte der Region erhielten.
Wochenendausflüge
Das erste Wochenende bot Gelegenheit zur eigenen Gestaltung. In Räpina fand der Vöhandu-Marathon statt, ein großes Sportereignis auf dem Fluss. Am Sonntag ging es nach Tartu, wo die Gruppe die Markthalle, die Altstadt, die Universität, den Botanischen Garten und die Jaani-Kirche besuchte.
Abschluss und Rückreise
Die letzten Tage des Aufenthalts waren geprägt von weiterem Unterricht in Floristik und Gartenbau sowie den Vorbereitungen für die Abreise. Am Freitagabend fand ein gemeinsames Abschlussessen mit den estnischen Gastgebern statt.
Am Samstag, den 25. April 2026, reiste die Gruppe nach Tallinn weiter, bezog dort ein Hotel und erkundete die Hauptstadt bei einem Rundgang. Am Sonntag ging es über Riga zurück nach Hamburg, wo die Gruppe abgeholt wurde. Müde, aber voller neuer Eindrücke und Erfahrungen, kehrten alle nach Hause zurück.
Das zweiwöchige ERASMUS+ Praktikum in Estland war eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten. Die Schülerinnen konnten nicht nur ihre fachlichen Kompetenzen in den Bereichen Floristik und Gartenbau erweitern, sondern auch einen tiefen Einblick in die estnische Kultur und Lebensweise gewinnen. Ein besonderer Dank gilt den Gastgebern in Räpina – insbesondere Katrin Kivistik, Indrek Peil, Ulve Kangro, Liisi Kont und Schulleiter Kalle Toom – für die herzliche Aufnahme und die hervorragende Organisation des Praktikums.